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Rückblick/2003/Vorwort

Das ist ein Rückblick auf ein Vorwort der Vorjahre, hier ist das aktuelle Vorwort.

Wir feiern 15 Jahre "Goldegger Blues & Folk Tage"

Liebe Freunde der Goldegger Blues & Folk Tage!

Wir feiern die 15. Wiederkehr eines legendären Treffens dreier verwegener und waghalsiger Lebenshilfeveteranen, welche in einer mondsüchtigen Sommernacht, an einem geschichtsträchtigen Stammtische eines altehrwürdigen Gasthofes, im historisch gewachsenen Schwarzach, eine für die Weltgeschichte dramatische Idee gebaren, welche für viele folgende Generationen eine einschneidende Wende ihrer Lebensgeschichte bedeuten sollte. Noch heute kann man an diesem ehrwürdigen Stammtische den Geist der klangvollen Worte erspüren, welche damals den Stein ins Rollen brachten und die da lauteten: "Jo mei - moch ma hoid a Benefizkonzert".

Das Kind war geboren, die Nachgeburt schmerzte leicht im Hinterkopf, jedoch das neue Leben stapfte sicheren und festen Schrittes ins Ungewisse, immer auf der Suche nach neuen Taten und Herausforderungen. Die drei unbeirrbaren Väter bewiesen ihre Kraft und Ausdauer und hatten überall und zu jeder Zeit alles absolut im Griff: "Scheißglump - do hintn racht a Kawitrommi".

Die Idee fand ein Heim und ein Zuhause. Hinter den dicken und schützenden Mauern des Schlosses Goldegg wurde es von den Schlossherren und allen übrigen Bewohnern herzlichst in die Arme geschlossen, um fortan sorglos in Saus und Braus sich seines Daseins zu freuen, begleitet von den beruhigenden Worten der drei Väter: "So a Schas - mia homb fost koane Sponsorn".

Natürlich war es immens wichtig, den Sprössling mit allen lebenswichtigen Dingen zu versorgen und so bewies der überaus rührige und hoffnungslos optimistisch agierende Küchenmeister der Schlossschenke immer wieder aufs Neue seine Künste und motivierte alle Beteiligten immer wieder mit seinen unvergesslichen Worten: "I sog eichas - es reng heit no".

Nach 10 Jahren glücklichen und fröhlichen Lebens, mit vielen Begleitern und Helfern, begannen die Urväter zu schwächeln und suchten sich junge starke Miterzieher. Diese wurden natürlich von den drei Wissenden mit sorgsamer Umsicht und großer Einfühlsamkeit in die Geheimnisse dieser Idee eingeführt und lernten fleißig von den Lippen der Meister: "Wos woas i, wia ma des gmocht homb".

Rasch lernten die jungen Wilden die Freuden des Lebens im Schlosse schätzen, fanden sich alsbald in allen Ecken und Winkeln sicher zurecht und man hörte ab und an den einen oder den anderen freudig rufen: "De scheiss Bühnenteile san scho wieda in da Dochhalle obm".

Jedoch das schönste und größte aller Gefühle ist die Zufriedenheit und innere Ruhe, welche sich nach 2 Tagen Leben im Blues ausbreitet. Man sitzt in des Küchenmeisters Gastgärtchen bei Bier und Torte, blickt sich gegenseitig ins trübe Angesicht und denkt sich glückseelig: "Leckst mi am Arsch - bin i fertig".

An dieser Stelle sei gedankt. Den Künstlern und der Technik, den Hörern und Schauern, den Machern und Helfern, den Schlossherren und Wirten und allen Menschen, die ein Herz fürs Leben haben.

Let's bluesing and folking

Juni 2003 Gü (Günther Eisenmann)