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Rückblick/1999/Vorwort

Das ist ein Rückblick auf ein Vorwort der Vorjahre, hier ist das aktuelle Vorwort.

Ten Years After oder 2000 Jahre Blues and Folk

Ladies and Gentleman, girls and boys and all friends of Folk and Blues. We proudly present the

11. Goldegger Blues & Folk Tage

Am Ende des 2.Jahrtausends starten wir mit neuem Schwung und neuem Team in die 2. Dekade dieses Festivals, das im Jahre 1989 die lang ersehnte Fortsetzung der 2000-jährigen Entwicklung des Blues und Folk in der Geschichte der Menschheit brachte. Grund genug, hier und jetzt, auf die letzten 2000 Jahre Blues und Folk zurückzublicken - wenn auch nur bruchstückhaft.

Es begann im Jahre Null, als eine Band aus dem scheinbaren Nichts plötzlich einen kometenhaften Aufstieg erfuhr. Im wahrsten Sinne des Wortes aus der Wüste kamen die "Drei Weisenbläser aus dem Morgenland". Dieses berittene Trio begeisterte die Massen bis in die heutigen Tage, denn jeden 6. Januar gedenkt man ihrer.

Einige Jahre danach machte in der selben Region eine zwölfköpfige Gospelformation unter dem Bandleader Namens Petrus auf sich aufmerksam. Blues und Spirituals waren die bevorzugten Melodien der "Twelve Apostels Blues Band". Auf ihren Tourneen kamen sie bis ins antike Rom und fanden dabei jede Menge Anhänger, welche ihrerseits wieder die Massen zu begeistern wußten. Der Römer allerdings liebte das Rauhe und Ausschweifende, und so wurde nach einem Konzert der "Bloody Gladiators" bei dem eine Massenhysterie ausbrach und dabei die gigantische, römische Arena, das "Bluesoleum" zum Einsturz gebracht wurde, jegliche Aufführung und Verbreitung des Blues verboten.

In den nächsten Jahrhunderten war es still geworden. Außer ein paar vereinzelt umherirrenden irischen Wanderpredigern, welche ihre Weisen und Fabeln zum besten gaben, drohte die Geschichte des Blues und Folk zu Ende zu gehen. Doch plötzlich kam Leben in die dunkle Tristesse des Mittelalters, ein neuer Sound, der "Ritter and Blues" war geboren, unvergleichbar interpretiert von "King Artus and his round table band". Auf ihrer Europatournee unter dem Motto "Die Suche nach dem heiligen Gral" kamen sie bis ins spanische Sevilla von wo aus ein gewisser "Columbus", Weltreisender und Musikverleger, den neuen Rhythmus ins ferne Amerika mitnahm.

Dort erinnerten sich die aus Afrika verschleppten Sklaven ihres gemeinsamen Vorfahren Melchior, Mitglied der legendären Weisenbläser, und verhalfen somit dem Blues und Folk zu neuer ungeahnter Vielfalt. Die neuen Klänge eroberten den amerikanischen Kontinent wie wuchernder Schnittlauch, bis ein weißer Eingeborener namens "JFK", welcher behauptete ein Berliner zu sein, den Blues wieder ins alte Europa zurückbrachte. Der Virus des Blues und Folk infizierte bald darauf sogar die entlegensten Bergtäler der Alpen und so wurden auch wir angesteckt.

Als Therapie gegen die bohrenden Entzugserscheinungen entwickelten wir die "Goldegger Blues & Folk Tage", auch um diesem Virus ein sicheres Überleben zu ermöglichen - sprich "auf gute Vermehrung". 2000 Jahre Blues und Folk - eine wahrlich spannende Geschichte, das könnt ihr uns glauben - oder auch nicht!

Auf jeden Fall, let's bluesing and folking die nächsten 2000 Jahre.

(Günther Eisenmann)